Samstag, 30. August 2008

Auf zum weißen Hai!

Schon im April konnte ich (Andre) mir einen großen Traum erfüllen: Ein Tauchkurs in Australien! Endlich in die unendlichen weiten des Ozeans abtauchen und zeitgleich darauf hoffen nicht von Haien angeknabbert zu werden :-)
Das tolle war, dass drei Freunde von mir, Stuart, John und Simon, den Tauchkurs mitgemacht haben. An Wochenende eins ging es für zwei Tage in den Pool um mit der Ausrüstung vertraut zu werden und um diverse Umgebungen durch zuführen. Das schwierigste aber war zunächst vier Bahnen im Becken zu schwimmen! (Für alle die vielleicht auch mal einen Tauchkurs machen wollen: Die 200m zu schwimmen ist wirklich das „schwierigste“ was es zu bestehen gilt)
Dem folgten Umgebungen wie: Taucherbrille unter Wasser „entwässern“, korrektes auf und abtauchen, Atmungstechniken, Druckausgleich, Handzeichen, Verhalten bei Sauerstoffmangel, Notfall-Auftauch-Techniken, und vieles mehr. Das war sehr interessant und hat viel Spaß gemacht!
Am darauf folgenden Wochenende ging es auch schon ins Meer. Vom Strand in Brighton sind wir langsam ins Meer gegangen und bis auf vier Meter tiefe ab getaucht. In diese
r Tiefe wurden mehr oder weniger die wichtigsten Übungen vom Pool wiederholt. Mit einer kleinen aber tollen Besonderheit: Um uns herum schwammen Fische! (Soll ja vorkommen im Meer) Der Höhepunkt des Tages war die Sichtung eines Rochens. Dieser war ca. einen Meter lang und lag ganz ruhig auf dem Meeresboden. Völlig ungefährlich wenn man sie in Ruhe lässt (das hätte Steve Irwin wohl besser auch gemacht...)
Sonntags gings dann richtig in die Tiefe! Zwei Tauchgänge standen auf dem Programm. Der ersten zunächst wieder vom Strand aus. Die Übung bestand darin sich mit einem Kompass unter Wasser zu orientieren und, das wichtigste, dort anzukommen wo man hin will bzw. gestartet ist! Das klappte auch mehr oder weniger gut. Neben vielen tollen bunten Fischen haben wir wieder einen Rochen entdeckt.

Der zweite Tauchgang war schon wesentlich interessanter! In einem kleinen Boot sind wir zum Popes Eye rausgefahren. Das ist ein kleines Riff in der Port Phillip Bay. Hier gings dann runter auf 10m! Wenn man über die Riff-Ecke hinaus schwimmt und die 10m in die Tiefe schaut wird einem schon etwas mulmig. Beim Druckausgleich hatte ich auch kleinere Probleme, daher hat der Abstieg etwas länger gedauert als geplant. Aber die Belohnung folgt zugleich. Auf dem Meeresboden sitzend haben wir zum Riff geschaut und die vielen verschiedenen, bunten Fische bestaunt. Das ist schon was berauschendes, ein Moment voller Ruhe und Entspannung. Man relaxt und genießt jeden Augenblick und freud sich wie ein kleines Kind über jeden neuen Meeresbewohner. Auch hier haben wir wieder einen Rochen gesehen.
Leider ist so ein Tauchgang aber im Schnitt schon nach 30 Minuten zu Ende. Als Anfänger verbraucht man wohl doch noch zu viel Sauerstoff...
Mit vielen tollen neuen Eindrücken, Erfahrungen und einem bestanden Tauchkurs haben wir das Abenteuer tauchen in Australien (vorerst) abgeschlossen. Wir freuen uns schon auf die nächsten Tauchgänge am Great Barrier Reef.

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