…und diesen Tag durfte ich dann auch noch 34 Stunden lang feiern (Zeitverschiebung sei dank)! Echt klasse, hat mich tierisch gefreut. Aber um zu beweisen dass wir (André) immer noch jung und dynamisch sind entschlossen wir uns diesen Tag mal etwas anders zu begehen: Mit einer Outdoor Adventure Tour inkl. zweier Zeltübernachtungen im Wilsons Promontory National Park.
Unser „Geburtstagsziel“ war ein Strand, der „The Beach“ (Film mit Leonardo DiCaprio) in nichts nachsteht. Bepackt mit Zelt, Schlafsack, Verpflegung,… und natürlich dem Geburtstagsbier machten wir uns auf den Weg zu Sealers Cove. Nach ca. 3 Std. Wanderung, kurz vorm Ziel, mussten wir unsere „Hüllen“ fallen lassen um einen Zulauf zum Meer zu durchwaten. Natürlich hatten wir die High Tide erwischt, war ja klar :-( So hieß es dann: „Hose aus und rein ins kühle Nass“. Während der Wanderung wurde Teresa übrigens (mal wieder) Opfer der Australischen Tierwelt. Ein Blutegel hatte sich an ihr festgebissen und wollte einfach nicht loslassen (wobei mir das irgendwie bekannt vorkommt…). Nachdem der Fluss durchquert und das „Monster“ entfernt war ging es ans Zelt aufbauen. Klappte zu unserer Überraschung auch sehr gut. Anschließend ging es dann zum gemütlichen Teil über: Abendessen im Sonnenuntergang an der Beach. So haben wir uns mit dem frisch erworbenen Gaskocher ein leckeres Süppchen gekocht, dazu ein kühles Bier genossen und auf den 30sten angestoßen. Ein unvergesslich schöner Geburtstag war nach 34 Stunden zu Ende gegangen…
Am nächsten Morgen ging es dann weiter zum letzten Camp (Little Waterloo Bay) in ca. 13km Entfernung. Diesmal blieben wir verschont von gefährlichen Tieren und Flussdurchquerungen. Lediglich ein neues, ebenso ungeliebtes Problem kam hinzu: REGEN! Und dieser Regen wollte und wollte einfach nicht aufhören! Es ging natürlich prompt los als wir das Zelt aufbauen wollten. Gut, da dachten wir uns noch: „So ein wenig Regen haut uns doch nicht um“, sind ja schließlich nicht aus Zucker. Nach wenigen Minuten stand das Zelt und in Sekunden schnelle waren wir zwei auch schon darin verschwunden. Der Regen erinnerte nur irgendwie an das Sauerland: Es wollte einfach nicht aufhören!
Und so ergab es sich schließlich, dass sich unser Zelt innerhalb weniger Stunden in einem kleinen aber sehr nassen Teich befand. Und nun war wirklich alles Nass! Regen von Oben, von Unten und von den Seiten! Zum Glück hatten wir ca. 6cm hohe Luftmatratzen dabei die uns wenigstens „über Wasser“ im trockenen hielten! Das Seepferdchen haben wir auch zum Glück beide ;-)
Nach einer feuchtfröhlichen Nacht (und dabei gab es nur noch zwei Bier) machten wir uns daran, natürlich immer noch im Regen, das Zelt abzubauen um so schnell wie möglich zum rettenden Auto zu gelangen. Nur leider waren da noch 4 Stunden Fußmarsch dazwischen. Trotz unaufhörlichen Regens haben wir es aber in Rekordverdächtigen 3 Stunden zurück zum Auto geschafft, um dann endlich im Trockenen zu sitzen und in den Genuss einer Heizung zu kommen…
2 Kommentare:
Ja das Wetter ist unberechenbar, aber ansonsten scheint es ja gut gewesen zu sein! An dieser Stelle auch nochmal alles Gute und Danke für die Gastfreundschaft!!!
Ja dann mal "Willkommen im Club"! Vor ca. 6 Jahren waren ein Freund und ich im Royal Natal Nationalpark in Südafrika. Wir sind zum "Amphitheater" gewandert.
Wasserstand: 6cm (in unseren Stiefeln..!)
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